Eure Fragen an uns

Eure Fragen an uns

Rund um die Kita

Durch die aktuellen Kontaktbeschränkungen dürfen sich Eltern leider nicht zusammen schließen, um sich gegenseitig bei der Betreuung zu unterstützen. Auch die Großeltern sollen ausdrücklich nicht für die die Betreuung herangezogen werden. Manche Eltern haben zudem vor Ort kein soziales Netzwerk, um eine private Betreuung zu organisieren. Die soziale Ungleichheit dadurch zu Lasten dieser Eltern weiter verschärft.

In der Kita- und Grundschulbetreuung sehen wir zudem den Vorteil, dass sich so immer eine feste Kleingruppe von Kindern und Erzieher:innen bzw. Lehrer:innen trifft und die Ansteckungsgefahr dadurch für alle minimiert wird. Für die Grundschüler:innen kann so zudem Unterricht stattfinden und Aufgaben können besprochen werden.

Absolut! Bei Viren, die den Magen-Darm-Trakt befallen, braucht es in der Regel nur eine sehr geringe Menge, um sich anzustecken. Schwere Verläufe können von der aufgenommenen Virusmenge abhängig sein. Im Gegensatz dazu ist dies bei Covid-19 laut RKI (Pressekonferenz mit Wieler) wahrscheinlich nicht der Fall. Zudem ist der Infektionsweg bei Magen-Darm-Infekten in der Regel ein anderer als bei Covid-19.

Erzieher:innen sollten in einer festen kleinen Gruppe an Kindern arbeiten. So können die Kontakte gut nachvollzogen und das Risiko gering gehalten werden. Erzieher:innen, die der Risikogruppe angehören, sollten von der Arbeit vor Ort freigestellt werden. Sie können sich im Homeoffice mehr in die Konzeptplanung und Verwaltungsarbeit einbringen. So haben auch die Erzieher:innen in der Kita mehr Zeit für die Kinder. 

Es geht uns nicht darum, ohne Abstriche sofort denselben Zustand wie vor Covid-19 zu erreichen. Aber wir fordern eine Wiedereröffnung von Kinderbetreuungseinrichtungen in dem lokal jeweils maximal möglichen Umfang unter Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen.

Eine verantwortungsvolle Öffnung braucht Vorlaufzeit. Wir fordern die Erarbeitung von Konzepten, in welchem Rahmen trotz weiter bestehender Pandemie Kinderbetreuung wieder ermöglicht werden kann. Die pauschale Schließung von KiTas und Schulen war initial aus der Not geboren. Sie ist auf Dauer jedoch kein besonders elaboriertes Konzept. Die mehrmalige Verlängerung der Schließdauer, zuletzt vage “bis zu den Sommerferien”, hinterlässt die betroffenen Familien in zunehmender Unsicherheit ohne weiterführende Perspektive.

Unsere Ziele

Natürlich muss man die Lage differenziert betrachten. Es gibt privilegierte Familien mit viel Platz und genug Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen können. Sei es beim HomeSchooling als auch bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten.


Aber in vielen Familien sieht das eben anders aus. Diese leben auf beengtem Raum, es gibt vielleicht häusliche Gewalt, oder die Kinder sind auf den Kindergarten zum Erwerb von Deutsch als Zweitsprache angewiesen, um z.B. im Sommer einen fairen Schulstart haben zu können.

Und auch Alleinerziehende und die Familien, die im HomeOffice wirklich arbeiten müssen, nicht reduzieren wollen oder können weil deren Arbeitgeber auf die Arbeitskraft angewiesen sind, kommen immer mehr an ihre Grenzen.

Zudem: Ja, es sind bislang nur ca. 6 Wochen. Aber die bisherigen Aussagen der Politik „vor den Sommerferien nicht mit einer Öffnung zu rechnen“ bedeuten für einige Bundesländer noch mal 3 weitere Monate Isolation. Und auch dann wird Corona nicht verschwunden sein und die Gegebenheiten vor Ort in den Einrichtungen die Gleichen.

Daher ist es uns wichtig, dass JETZT umfassende Konzepte entwickelt werden, die Lösungen für die Lebenswirklichkeiten ALLER Familien berücksichtigen.

Grundsätzlich distanzieren wir uns von Ideen, die eine schnelle Herdenimmunität als Ziel haben. Wir stehen voll und ganz hinter #flattenthecurve. Das Gesundheitssystem darf nicht überlastet werden.

Wir fordern aber, dass die Lockerungen, die derzeit beschlossen oder diskutiert werden, auch die Kinder und Familien berücksichtigen.

Hinsichtlich der Öffnung der Spielplätze sollten im Expert:innenrat Lösungsansätze erarbeitet werden. 

Uns geht es darum, dass sich zurzeit zwei Erwachsene draußen nur dann treffen können, wenn ihre Kinder nicht dabei sind. Ausnahmen werden bisher, wenn überhaupt, nur für nicht-lauffähige Säuglinge in Kinderwagen oder Tragehilfe gemacht. Kinder, die zwar schon lauffähig sind, aber noch nicht alt genug, um sich alleine mit ihren Freunden zu treffen, werden von den geltenden Regelungen überhaupt nicht berücksichtigt. Uns geht es darum, die Kontaktbeschränkungen dahingehend anzupassen, dass auch kleineren Kindern die legale Möglichkeit gegeben wird, sich unter Aufsicht Erwachsener zu treffen.

Kinder sind laut einigen Berichten und Studien zufolge seltener Überträger des Virus Isländische Studie. So hatte z.b.ein neunjähriges Kind keine seiner 170 Kontaktpersonen angesteckt Quelle zur Studie: Cluster of coronavirus disease 2019 (Covid-19) in the French Alps, 2020

Es gibt immer mehr Hinweise darauf, die dagegen sprechen!
Außerdem wollen wir, dass mit Augenmaß agiert wird und immer das Wohl der Kinder im Blick behalten wird – denn so wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben!


Bei Systemrelevanten Eltern werden Kinder in den Kindergarten gegeben. Diese Eltern sind aber mehr als andere dem Virus ausgesetzt. Gibt es entsprechende Beobachtungen, dass Kindergartengruppen still gelegt werden müssen? Wie häufig erkranken die Kinder in der Notbetreuung an Covid-19? Woher kam dann die Erkrankung? Gibt es Belege für eine Kind-zu-Kind oder Kind-zuEltern Ansteckung?

Wir leben in einer Demokratie. Einschränkungen der Freiheitsrechte müssen gut begründet werden und dürfen nicht dauerhaft sein. Die Einschränkungen, die Kinder erleben, stehen nicht im Verhältnis zu den Erkenntnissen der Datenlage.

Uns geht es ja um eine verantwortungsvolle Öffnung. Dazu müssen Zahlen her. Seit Wochen wird darauf verwiesen, dass keine verlässlichen Zahlen vorliegen. Aber die Bundesregierung gibt auch nicht entsprechende Studien in Auftrag.

Daher wollen wir mit der Petition den Druck auf die Politik erhöhen zeitnah verlässliche Zahlen zu liefern und einen Zeitplan darzulegen, wie die nächsten Schritte aussehen und wann sie erfolgen. Familien brauchen nun Rechtssicherheit für Treffen mit einzelnen Kindern aus anderen Familien. Die Bedürfnisse der Kinder sind so massiv eingeschränkt, dass es für viele Kinder nicht mehr tragbar ist. Die Familien dann dafür zu kriminalisieren, dass sie verantwortungsbewusste Entscheidungen zu Treffen mit einzelnen anderen Familien ausmachen, kann nicht die Lösung sein.

Unsere Petition

Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann teilt unsere Petition mit Freunden und Familie und in den digitalen Netzwerken. Bei letzterem benutzt gerne #kinderbrauchenkinder.

Darüber hinaus könnt ihr noch folgendes tun. Sucht euch heraus, wer in eurem Kreis eure:r Landtagsabgeordnete:r / Bundestagsabgeordnete:r ist und schreibt eine freundliche und sachliche Email, in der ihr beschreibt, wie die momentane Situation eure Kinder und euch als Familie belastet, und macht auf unsere Petition aufmerksam.

Habt ihr vielleicht Kontakt zu Zeitungen, Radiosendern oder Verbänden? Dann macht sie auf unsere Initiative aufmerksam. Wir stehen gern für Interviews, Stellungnahmen oder Rückfragen zur Verfügung. Die Kontaktadresse für die Medien ist: presse (at) kinderbrauchenkinder-petition.de

Alle Initiatorinnen sind selbstverständlich real existierende Personen, die gleichermaßen zum Gelingen der Petition beitragen. Aus privaten oder beruflichen Gründen war es jedoch nicht allen von uns möglich, den vollständigen Namen in der Öffentlichkeit anzugeben.

Petitionen, die direkt beim Bundestag eingereicht werden, werden nicht sofort online gestellt, sondern zunächst einer internen Überprüfung unterzogen. Dies kann durchaus mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Diese Zeit haben wir nicht.

Die Petition läuft deutschlandweit. 

Die Passage bezieht sich auf Überlegungen, dass möglicherweise nur nach Entwicklung einer Impfung gegen Covid-19 ein normales Leben ohne Einschränkungen wieder möglich sei. Die Kindergärten bis zu einer auf breiter Bevölkerungsebene verfügbaren Impfung geschlossen zu halten – also aller Voraussicht bis in das Jahr 2021 hinein – dient jedoch nicht dem Kindeswohl

Unsere Gruppe ist komplett politisch unabhängig. Wir kennen uns aus den sozialen Medien und es besteht keine Verknüpfung zu anderen Petitionen und Gruppen.

Wir distanzieren uns deutlich von rassistischen, rechtsradikalen, rechten, misogynen und transfeindlichen Haltungen und Meinungen.

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